Soziotherapie
Was ist Soziotherapie?
Soziotherapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen unterstützt. Sie hilft Betroffenen, medizinische und therapeutische Maßnahmen wahrzunehmen und den Alltag besser zu bewältigen.
Ziele sind:
- Förderung einer selbstbestimmten Lebensführung.
- Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags.
- Vermeidung oder Verkürzung von Klinikaufenthalten.
- Zugang zu medizinischen und therapeutischen Leistungen.
- Besserer Umgang mit der Erkrankung.
Die Soziotherapie findet meist im Alltag der Patient*innen statt (z. B. zu Hause oder draußen). Ziel ist, dass die Person lernt, wieder möglichst eigenständig zu leben.
Wer kann Soziotherapie bekommen? (Zugang)
Soziotherapie kann verordnet werden, wenn:
● eine schwere psychische Erkrankung vorliegt (z. B. Psychosen, schwere Depressionen, Suchterkrankungen, Doppeldiagnosen)
● die Person Schwierigkeiten hat, Hilfe selbst zu organisieren oder anzunehmen
● andere Behandlungen (z. B. Arzttermine, Therapie) sonst nicht gut genutzt werden können
Wie bekommt man Soziotherapie?
1. Fachärzt*innen (z. B. Psychiater) oder Psychotherapeut*innen stellen eine Verordnung aus. Auch Hausärzt*innen / können vor Beginn der Therapie kurzfristig bis zu 5 Probesitzungen verordnen
2. Die Krankenkasse muss die Soziotherapie genehmigen
3. Danach kann die Soziotherapie bei einem zugelassenen Anbieter beginnen
Weitere Informationen: Bundesverband Soziotherapie https://soziotherapie.eu/faqs
